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Vortrag im BEGAS HAUS

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12.06.2019 18:00

Am Mittwoch, 12. Juni 2019, hält Prof. Johannes Niehoff, Freie Universität Berlin, im BEGAS HAUS einen Vortrag mit dem Titel „Reinhold Begas – eine Heinsberger Familie auf dem Weg in das Wilhelminische Berlin“.

Reinhold Begas ist der berühmteste – beileibe nicht der Einzige – Vertreter der berühmten Heinsberger, ursprünglich belgischen, Familie. Er wurde dann, nach der Reichgründung 1871, zum Modebildhauer des jungen Kaisers Wilhelm II. Er porträtierte die Berliner Gesellschaft und unterhielt am Tiergarten sein Atelier. Der Wendepunkt seiner Karriere war die Errichtung der von Wilhelm II. persönlich geplanten Siegesallee im Stil des preußischen Historismus. Das sollte heißen: Die brandenburgisch-preußischen Herrscher als Vorboten Deutschlands.

Der Kaiser griff persönlich in die Gestaltung ein – bis in die wirtschaftlichen Einzelheiten. Wenig begeistert waren Berliner und Berlinerinnen („Puppenallee“). Schließlich wurde das größte Monumentalzentrum der neuen deutschen Geschichte daraus; in der Nähe des Reichstages. Und darüber gerieten Begas und der Kaiser in Streit. Verbittert starb der Bildhauer kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Doch damit endet die Geschichte der Siegesallee nicht – sie blieb als Stachel im Fleisch der Berliner Stadtplaner haften; wurden die angeschlagenen Statuen doch sogar vergraben. Begas´ Werk ist eine Herausforderung für Berlin geblieben; und damit für die Deutsche Geschichte.

Ort:

BEGAS HAUS – Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg

Hochstraße 19-21

52525 Heinsberg

 

Weitere Infos:

www.begas-haus.de