Ausstellung „im laderaum linien und löcher“ im Kunstverein Heinsberg
Ausstellung „im laderaum linien und löcher“ im Kunstverein Heinsberg
Wöchentlich 16.11.2025 bis 07.12.2025
Wie entsteht Raum – und was passiert dazwischen?
Die Ausstellung „im laderaum linien und löcher“ bringt drei künstlerische Positionen zusammen, die sich auf ganz eigene Weise mit Struktur, Zwischenraum und Wahrnehmung beschäftigen. Zeichnung, Skulptur, installative Arbeiten und Text treten miteinander in Dialog und machen sichtbar, was sonst nur als Spur, Lücke oder Andeutung wahrnehmbar wäre.
Daniela Wesenberg entwickelt aus reduzierten Linien, Flächen und Formen Zeichnungen und Skulpturen, die das Verhältnis von Vorder- und Hintergrund, Raum und Leere ausloten. Ihre Arbeiten entstehen prozesshaft und begreifen den Raum als Möglichkeitsfeld, in dem Beziehungen zwischen den Objekten selbst zum Thema werden.
Claudia Hinsch arbeitet ortsbezogen und radikal materialbewusst. In ihren Skulpturen geht es genauso um das, was fehlt, wie um das, was da ist: Kanten, Brüche, Aussparungen und Verschiebungen markieren Übergänge. Zufall und kontrollierter Kontrollverlust spielen im Entstehungsprozess eine zentrale Rolle – aus diesen Spannungen heraus formen sich verdichtete Situationen im Raum.
Marie-Alice Schultz verbindet Bildende Kunst und Literatur. In ihren Zeichnungen, Texten und Performances werden Linien, Lücken und offene Flächen zu poetischen Räumen. Sie interessiert sich für Anfänge und Enden, für Bewegungen und Bedeutungen, die sich im Dazwischen formen – und verschränkt diese mit Sprache, die selbst räumlich erfahrbar wird.
Gemeinsam erzeugen Wesenberg, Hinsch und Schultz ein Gefüge aus Bewegung, Material und Bedeutung. Die Ausstellung lädt dazu ein, genau hinzuschauen: auf Übergänge, Spuren, Löcher, auf das, was zwischen den Dingen liegt – und gerade dadurch unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit prägt.
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