Ausstellung „Schnittstellen“
Ausstellung „Schnittstellen“
Wöchentlich 10.08.2025 bis 31.08.2025
Karl-Heinz Laufs „Schnittstellen“ – Fotografie + Skulpturen + Malerei
Die Vernissage findet am Sonntag, 10. August 2025 um 11.30 Uhr statt. Die Ausstellung ist anschließend samstags und sonntags bis zum 31.08.2025 zugänglich.
Karl-Heinz Laufs war von 1982 bis 2017 Kunstlehrer am Cusanus-Gymnasium in Erkelenz, aber er hat sich immer gleichzeitig als freischaffender Künstler betätigt. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert und sind in verschiedenen Galerien und Museen vertreten.
Das übergreifende Thema und Triebfeder seines künstlerischen Schaffens ist Architektur, die sich intermedial als Skulpturen archetypischer Baukörper oder als raumgreifende Fotografien und Malereien aufeinander beziehen und sich miteinander in einem Dialog befinden. In den Skulpturen werden häufig Baumaterialien verwendet, z. B. in Bronze gegossenes Holzgebälk, Feldbrandsteine oder sogar Dämmmaterial aus Beton und Styropor. Einige Fotografien nähern sich bewusst der Dreidimensionalität, indem sie sich durch ineinander verwobene Bildträgerschichten wie ein Relief plastisch vom Untergrund abheben. Andere Fotografien werden direkt auf plastische Baukörper wie Säule oder Quader aufgebracht und miteinander verbunden. So findet ein stetiger Austausch zwischen den Kunstgattungen Skulptur, Fotografie und Malerei ohne klare Trennung statt. Die Wahrnehmung des Äußern von Baukörpern wird zunehmend durch eine Sicht auf das Innere ergänzt.
Die aktuellen fotografischen Kunstwerke zeigen besondere Innenräume, für deren Auffinden Karl-Heinz Laufs keine Mühe scheut. Oft sind es Museen, die er nicht etwa wegen der Ausstellungen, sondern wegen deren Architektur aufsucht. Für die künstlerische Auswahl des optimalen Bildausschnittes wartet er stundenlang – bis keine Menschen mehr stören. Seine Fotografien sind manchmal bemalt oder minimal mit „photoshop“ in der Farbgebung bearbeitet. Einige sind aus verschiedenen Fotos oder aus Teilen eines Fotos als Fotocollage zusammengesetzt. Es entsteht kein fester Ort, sondern ein ambivalentes Dazwischen, wo räumliche Wahrnehmung infrage gestellt wird. In seinen Werken sind „Schnittstellen“ Berührungspunkte, Übergänge und Schwellenbereiche. Sie sind Orte der Spannung, des Dialogs und der kreativen Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Wahrheit, Wirklichkeit und gesellschaftlichem Wandel.
Vita des Künstlers:
1953: geboren in Erkelenz-Hoven
1973-80: Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
Kunst / Philosophie / Kunstwissenschaft
1978 Preis der Kunstakademie Düsseldorf
1980 Staatsexamen in Kunst / Kunstwissenschaft
1984 Bezug des neuen Ateliers in Erkelenz-Golkrath
Lebt und arbeitet in Erkelenz-Golkrath
(Kuratorin Maria Sieberg)
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